LEKKERLAND: 30 JAHRE AM PULS DER ZEIT!

Seit 1991 ist Lekkerland mit einem eigenen Firmensitz in Österreich aktiv. In 30 Jahren verändert sich vieles. Die Logistik, das Bestellwesen, das Produktangebot, das Marktwissen, die Kundenansprüche und auch das äußere Erscheinungsbild der Firma und diverser Drucksorten. Denn so, wie die Produzenten mit ihren Convenience-Artikel-Angeboten mit der Zeit gehen und den Geschmack oder die Verpackung der Produkte an die Kundenwünsche anpassen müssen, hat sich auch das Erscheinungsbild von Lekkerland verändert. Besonders sichtbar werden diese Veränderungen in der LogoGestaltung, der Kundenmagazinentwicklung und dem Vergleich alter und neuer Flugblätter.

Das Lekkerland-
Logo

Der Vergleich des alten Lekkerland-Logos mit dem aktuellen zeigt eine deutliche Verjüngung und mehr Dynamik. Insbesondere der „Mover“ (rote Illustration) verleiht dem Unternehmen seit 2005 jenen Schwung und Elan, den sich zukunftsorientiert handelnde Convenience-Shop-Betreiber von ihrem Logistik-Partner erwarten. Seit 2017 stehen der „Mover“ und der Schriftzug „Lekkerland“ ohne weitere Zusatzzeile selbstbewusst im Mittelpunkt der Unternehmens-Kommunikation.

Das Lekkerland-KUNDENMAGAZIN

Bis 2012 hieß das Lekkerland-Kundenmagazin LEUTE, ab 2012 MEIN SHOP und seit 2019 DEIN SHOP PLUS. Schon die aktuelle Namensgebung zeigt die klare Kundenorientierung, die den vielfältigen Mehrwert der Magazininhalte für Convenience-Shop-Betreiber zum Ausdruck bringen soll. Auch inhaltlich wurde ein Wechsel vom Produkt- und Unternehmensvorstellungsmagazin hin zum umfassenden Convenience-Informationsmagazin mit hohem Servicecharakter vollzogen.

DIE LEKKERLAND-
AKTIONSBLÄTTER

Nach Sortimenten geordnet, übersichtlich und trotzdem emotional ansprechend präsentieren heute die Aktions- und Superbonus-Flugblätter besonders attraktive Monatsprodukte. Auch die Farbgestaltung ist nun wesentlich heller und freundlicher als früher. Auf grafische Spielereien wie Sterne oder Raketen wird zumeist zugunsten der Aktions-Information verzichtet.

Viel ist in den letzten 30 Jahren bei Lekkerland geschehen. So manche außergewöhnliche Geschichte bleibt unvergessen. Nicht jede war erfreulich, doch im Nachhinein relativiert sich vieles. Hier erzählen einige Mitarbeiter als Zeitzeugen aufregende, unerwartete und unglaubliche Anekdoten aus der 30-jährigen Lekkerland-Geschichte in Österreich.

#1

DAS LOCH IN
DER MAUER

von Franz Tisch, Teamleiter Lager

„Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Als wir allerdings an einem Montag in den 90er-Jahren zum Fuhrparkbüro kamen und ein riesiges Loch in der Mauer sahen, war uns gar nicht zum Lachen zumute. Diebe hatten ganz offensichtlich den Standort unseres Tresors, der im Inneren des Büros an einer Außenwand befestigt war, gut ausgekundschaftet. Mit brachialer Gewalt stemmten sie die Wand rund um den Tresor von außen auf und transportierten ihn samt Außenwand ab. Der leere Tresor wurde bald darauf in einem Straßengraben liegend gefunden. Der finanzielle Schaden war glücklicherweise gering und wurde durch die Versicherung gedeckt. Das Loch in der Mauer war bald geschlossen und der Standort des Tresors an einen sichereren Platz verlegt.“

#2

MEHRMALS
UM DIE WELT

von Herwig Martin, Großkundenbetreuer

„Da ich viel Arbeitszeit fahrend im Auto verbringe, habe ich mir vor Kurzem ausgerechnet, wie viele Kilometer ich seit Beginn meiner Tätigkeit bei Lekkerland im Jahr 1992 beruflich gefahren bin. Knapp 3.000.000 Kilometer sind es bis jetzt. Bei einem Erdumfang von rund 40.000 Kilometern bin ich also durchschnittlich pro Jahr mehr als zweimal um die ganze Welt gefahren. Sicher waren in dieser Zeit auch einige kleinere Strafen und Autoschäden dabei, doch das sind mir meine jährlichen ‚Weltreisen‘ für Lekkerland wert.“

#3

DISPLAYS OHNE
WARE?

von Dieter Jost, Projektkoordination ERP

„Als Römerquelle Emotion 2001 in Österreich eingeführt wurde, konnten wir unsere Kunden mit POS-Verkaufsdisplays ausstatten, noch bevor die Flaschen im Lebensmittelhandel erhältlich waren. Wir lieferten über 50 Displays an einem Freitag aus und als ich am Montag darauf einige meiner Kunden besuchte, waren sämtliche Displays leer. Ich fürchtete schon, dass die Displays ohne Ware geliefert worden waren, erhielt aber dann von jedem meiner Kunden die Information, dass alle Warenlieferungen innerhalb von drei Tagen ausverkauft waren. Das hatte niemand von uns erwartet. Auf den ersten Schock folgte also die Freude über den enormen Verkaufserfolg dieser damals für Österreich völlig neuen Produktkategorie.“

#4

TAUSENDE KARTEN AUFGERUBBELT

von Claudia Wallner, Teamleitung Transport

„In der Anfangszeit der Telefonwertkarten mussten wir die von den Mobilfunkanbietern zur Verfügung gestellten Wertkarten händisch aufrubbeln, die 12-stelligen Wertkarten-Codes in Excel-Listen eintragen und an unseren Provider übermitteln. Der sorgte dann dafür, dass die Kunden der Verkaufsshops ihre persönlichen Wertkarten-Codes ausgedruckt erhielten. Fünf Personen waren über zwei Jahre lang mit Rubbeln beschäftigt, bis das System geändert wurde. Weil es sich als praktikabel erwies, verwendeten wir zum Aufrubbeln der Tausenden Wertkarten einfache Nagelfeilen. Wir sind also mit Fingerspitzengefühl vorgegangen.“

PS: Claudia Wallner lernte bei Lekkerland nicht nur das effiziente Aufrubbeln von Wertkarten, sondern auch ihren Ehemann kennen. Seit 21 Jahren ist das Ehepaar Wallner nun bereits glücklich verheiratet

#5

MOUNTAINBIKES
KURBELTEN
UMSATZ AN

von Hermann Sperl, Gebietsverkaufsleiter

„Ende des vorigen Jahrhunderts waren kaufaktivierende Produktbeigaben für die Händler durchaus üblich. Ein österreichischer Generalimporteur von Kindersüßwaren war dabei besonders einfallsreich. Mit Bratpfannen oder Grillern wurde den Kunden die Abnahme von Kindersüßwarenpaketen schmackhaft gemacht. Der Beigabe eines Ricola-Mountainbikes zu einem Süßwarenpaket im Wert von etwa 3.500 Schilling konnten viele unserer Kunden nicht widerstehen. Innerhalb von 48 Stunden verkauften wir über Telefon 1.200 der Süßwarenpakete plus Gratis-Mountainbike. Das waren immerhin 4,2 Millionen Schilling Umsatz.“

# 6

UND DANN WAR
DA NOCH DIE FAMILIE MIT DER FALSCHEN TELEFONNUMMER …

von Dieter Jost, Projektkoordination ERP

„Dank, Glückwünsche und Beschwerden haben Lekkerland in den letzten 30 Jahren per Fax, Brief oder E-Mail erreicht. 2007 erhielt die Geschäftsleitung von Lekkerland folgenden Brief einer Familie, die offensichtlich eine Telefonnummer besaß, die jener von Lekkerland sehr ähnlich war. Würden nur alle „Beschwerdebriefe“ in diesem höflichen Ton geschrieben werden!“

15. Juni 2007


Sehr geehrte Damen und Herren,

heute will ich das tun, was ich mir schon längst vornahm – Ihnen schreiben. Aber nicht nur schreiben,
sondern auch Glückwünsche aussprechen; nämlich zur Qualität und Struktur Ihrer Kunden. Die sind nämlich ausgesprochen höflich und stilvoll (hoffentlich auch zahlungsfähig und zahlungswillig) – zumindest am Telefon.

Meine Frau und ich wissen das sehr genau, denn uns wurde vor 20 Jahren von der allmächtigen Telekom
Austria eine Rufnummer zugewiesen, die jener von
Lekkerland zum Verwechseln ähnlich ist. 

Falsche Telefonanrufe sind nicht weiter schlimm; aber nicht jeden Tag! Schuld ist der Mathematiker Mandelbrot. Der hatte nichts Besseres zu tun, als eine Chaostheorie zu entwerfen. Leider hat er Recht – nach Wochen der Ruhe gibt es Anruf-Häufungen.
Besonders lästig sind Faxgeräte, die auf 10–20
Wahlwiederholungen programmiert wurden. 

Aber da mir mein Psychiater gesagt hat, ich soll nicht auf Telefonapparaten herumtrampeln, habe ich das bisher auch noch nie getan. Nur meine Frau ist manchmal lästig, wenn sie meint, „die müssten sich jetzt auch mal bei uns erkenntlich zeigen, diese
lekkeren Leute“.

Wie auch immer, ich sende Ihnen lekkere Grüße,
vielleicht wollen Sie lekker zurückgrüßen.

Herzlichst, Ihr X. Y.